Alterspension

Ab welchem Alter kann ich in Pension gehen?

Frühstens am Monatsersten nach Ihrem 58. Geburtstag.

Wie hoch ist meine Alterspension?

Ihre Alterspension berechnet sich wie folgt:

Altersguthaben zum Zeitpunkt der Pensionierung x Umwandlungssatz für das Pensionierungsalter = Alterspension.

Die Berechnung des Umwandlungssatzes erfolgt zweistufig: Zuerst wird der Umwandlungssatz für das Referenzalter 65 im entsprechenden Kalenderjahr, in dem die Alterspension beginnt, bestimmt:

Kalenderjahr Umwandlungssatz im Alter 65
2016 5,22%
2017 5,21%
2018 5,20%
2019 5,18%
2020 5,17%
2021 5,16%

Bei einer Pensionierung vor oder nach Alter 65 wird dieser Umwandlungssatz mit nachfolgendem Faktor multipliziert, um den effektiven Umwandlungssatz zu bestimmen. Nachfolgend die Faktoren für einige Pensionierungsalter (das Alter wird auf den Monat genau berechnet):

Alter bei Pensionierung Faktor vor / nach Alter 65
58 0,8459
60 0,8843
62 0,9266
64 0,9740
65 1,0000
70 1,1613

Beispiel: Ein aktiver Versicherter mit Geburtsdatum 15. Dezember 1954 beansprucht per 1. Januar 2017 die vorzeitige Pensionierung im Alter 62. Sein Umwandlungssatz berechnet sich wie folgt: 5,21% (Umwandlungssatz Alter 65 im Kalenderjahr 2017) x 0,9266 (Faktor bei Pensionierung im Alter 62) ergibt effektiven Umwandlungssatz von rund 4,8276%.

 

Bekomme ich bei jeder Reduktion des Beschäftigungsgrads nach Alter 58 eine Teilalterspension?

Nein. Es gelten die folgenden Bedingungen:
  • Ihr anrechenbarer Jahreslohn muss um mindestens zehn Prozent tiefer sein als bisher.
  • Bis zur vollständigen Pensionierung können Sie höchstens zwei Mal die Ausrichtung einer Teilalterspension verlangen.

Was passiert, wenn ich die Bedingungen für eine Teilalterspension nicht erfülle?

Wenn Sie keinen Anspruch auf eine Teilalterspension haben, bleibt das bereits angesparte Altersguthaben in der Kasse und führt so zu einer höheren Alterspension.

Wie hoch ist die Teilalterspension?

Sie berechnet sich gleich wie die Alterspension. Als Altersguthaben wird allerdings nur der Teil berücksichtigt, welcher der Differenz zwischen Ihrem alten und Ihrem neuen Jahreslohn entspricht.

Welche Leistungen sind nach einer Teilalterspensionierung auf dem Versicherungsausweis ausgewiesen?

Durch die Teilalterspensionierung wird Ihr Altersguthaben um den Pensionierungssatz gekürzt. Die Leistungen auf dem Versicherungsausweis entsprechen nur noch Ihrem aktiven Versicherungsverhältnis.

Kapitalbezug

Welche Limiten gelten für einen Kapitalbezug?

Es gelten folgende Limiten:

  • Sie können eine Kapitalabfindung bis zu 50 Prozent Ihres Altersguthabens verlangen.
  • Für den beitragspflichtigen Lohn, der das Vierfache der maximalen AHV-Rente (zurzeit 112 800 Franken) übersteigt, ist eine Kapitalabfindung bis 100 Prozent des entsprechenden Altersguthabens möglich.

 

Wann muss ich den Kapitalbezug melden?

Sie müssen Ihren Wunsch der Kasse mindestens sechs Monate im Voraus schriftlich mitteilen.

 

Welche Folgen hat der Kapitalbezug auf meine Alterspension?

Die Alterspension wird entsprechend gekürzt.

 

Braucht der Kapitalbezug die Zustimmung des Ehepartners?

Wenn Sie verheiratet sind, brauchen Sie die schriftliche Zustimmung Ihrer Ehegattin bzw. Ihres Ehegatten. Damit wir die Echtheit der Unterschrift prüfen können, schicken Sie uns bitte zusammen mit Ihrem Gesuch entweder eine Kopie des Passes (Seite mit Foto und Unterschrift), der Identitätskarte oder eines amtlichen Dokuments der Einwohnerkontrolle.

Hinweis

Die in den letzten drei Jahren vor der Pensionierung mit persönlichen Einlagen zusätzlich eingekauften Leistungen dürfen Sie nur als Pension beziehen.

Kinderpension

Wer hat Anspruch auf eine Kinder-/Waisenpension?
Anspruch haben invalide und pensionierte Versicherte für jedes ihrer Kinder bzw. Waisen bis zum 18. Altersjahr oder bis zur Vollendung des 25. Altersjahres, wenn sie noch in Ausbildung stehen oder zu mindestens 70 Prozent invalid sind.

 

Dürfen Kinder/Waisen während der Ausbildung ein Einkommen erzielen?
Ja, aber ihr Bruttoerwerbseinkommen darf die maximale AHV-Rente, das heisst aktuell 28 200.00 Franken pro Jahr, nicht übersteigen, damit noch Anspruch auf eine Kinder-/Waisenpension besteht. Den Erwerbseinkommen gleich gestellt sind Ersatzeinkommen wie Taggelder der EO, ALV, IV sowie Kranken- oder Unfalltaggelder.

 

Wie hoch ist die Kinderpension?
Sie beträgt ein Sechstel der Invaliden- oder Alterspension.

Überbrückungspension

Wie hoch ist die Überbrückungspension?

Die Überbrückungspension beträgt maximal 90 Prozent der vollen AHV-Rente, das heisst monatlich 2115 Franken (Stand 2018). Die maximale Überbrückungspension wird bei einem Beschäftigungsgrad von 100 Prozent und mindestens zehnjähriger ununterbrochener Beitragsdauer bei der Pensionskasse SBB ausbezahlt. Andernfalls wird die Überbrückungspension gekürzt.

Was passiert, wenn ich keine zehn Beitragsjahre habe?

Für jedes fehlende Beitragsjahr wird die Überbrückungspension um zehn Prozent gekürzt. Die Kürzung wird auf den Monat genau gerechnet.

Kann ich auch nur eine halbe Überbrückungspension verlangen?

Sie können entweder eine ganze oder eine halbe Überbrückungspension beziehen. Die einmal getroffene Wahl ist endgültig.


Bis wann muss ich entscheiden, ob ich eine Überbrückungspension möchte?

Der Entscheid muss vor der Pensionierung erfolgen. Sie müssen uns ihren Entscheid mit dem Beiblatt PK melden.


Kann ich die Überbrückungspension nur während einer bestimmten Zeit beziehen?

Die Überbrückungspension wird Ihnen so lange bezahlt, bis Sie Anspruch auf eine ordentliche AHV- oder auf eine IV-Rente haben. Der Bezug nur während einer bestimmten Zeit ist nicht möglich.


Muss ich für die Überbrückungspension etwas zurückzahlen?

Für die ab Alter 58 bis 60 bezogene Überbrückungspension müssen Sie 100 Prozent der Kosten übernehmen. Für die ab Alter 60 beanspruchte Überbrückungspension beträgt der von Ihnen zu finanzierende Kostenanteil 80 Prozent.
Falls Sie vom SBB Pensionierungsmodell «Priora» profitieren, so übernimmt die SBB 80% der in den letzten 3 Jahre vor dem AHV-Alter anfallenden Kosten. Sie müssen nur noch 20% selber finanzieren.

Die Rückzahlung erfolgt ab dem AHV-Alter mit einem monatlichen lebenslänglichen Abzug von Ihrer Alterspension. Sie haben die Möglichkeit, die Überbrückungspension vorzufinanzieren.

Bei Ihrem Tod muss der überlebende Ehegatte, respektive der überlebende Lebenspartner mit Anspruch auf eine Lebenspartnerpension die Hälfte Ihres monatlichen Abzugs lebenslänglich zurückzahlen.

Erwerbsinvalidität

Wann habe ich Anspruch auf eine Invalidenpension bei Erwerbsinvalidität?

Wenn Ihr Arbeitsverhältnis wegen mangelnder medizinischer Tauglichkeit angepasst oder aufgelöst wurde und Sie von der IV als invalid anerkannt wurden.

Für die Bestimmung des Pensionsanspruchs ist der Invaliditätsgrad der IV massgebend:
Invaliditätsgrad der IVPensionsanspruch
Unter 40% Keine Pension
ab 40% 25%
ab 50% 50%
ab 60% 75%
ab 70% Ganze Pension

Bei einer Änderung des Invaliditätsgrads der IV wird der Pensionsanspruch entsprechend angepasst.

Wie hoch ist die Invalidenpension?

Die Höhe der vollen Invalidenpension entspricht 60% des durchschnittlichen beitragspflichtigen Lohns im Kalenderjahr vor der Invalidierung. Enthält Ihr beitragspflichtiger Lohn eine Leistungs- und Erfolgsprämie, wird für diesen Lohnanteil bei der Berechnung der Invalidenpension auf den Durchschnitt der letzten drei Kalenderjahre abgestützt.

Bei Invalidenpensionen werden die Altersguthaben weitergeführt, die Beiträge werden von der Pensionskasse SBB übernommen.

Bis wann erhalte ich eine Invalidenpension?

Die Invalidenpension wird bis zum 65. Altersjahr ausbezahlt. Dann wird sie durch die Alterspension abgelöst. Diese berechnet sich anhand des weitergeführten Altersguthabens und des dann gültigen Umwandlungssatzes. In der Regel führt der Übergang von der Invaliden- zur Alterspension zu einer Veränderung der Höhe der Pension.

Wie hoch wird meine Alterspension sein?

Sie werden jährlich über die voraussichtliche Höhe der Alterspension orientiert.

Berufsinvalidität

Der Arbeitgeber kann seine Arbeitnehmer zusätzlich zur Erwerbsinvalidität gegen Berufsinvalidität versichern.

Die SBB und SBB Cargo beispielsweise haben eine solche Vereinbarung abgeschlossen.

 

Wann habe ich Anspruch auf eine Invalidenpension bei Berufsinvalidität?

Der Vertrauensarzt Ihres Arbeitgebers bestimmt, ob und in welchem Ausmass eine Berufsinvalidität vorliegt. Für eine volle Berufsinvalidenpension müssen Sie mindestens 50 Jahre alt sein und zehn Beitragsjahre haben. Für den Anspruch auf eine Teilpension bei Berufsinvalidität mit Weiterbeschäftigung oder Reintegration genügen zehn Beitragsjahre.

 

Wie hoch ist die Invalidenpension bei Berufsinvalidität?

Basis zur Berechnung der Höhe der Pension bei Berufsinvalidität bildet die ganze Invalidenpension bei Erwerbsinvalidität

 

Wann wird mir die Invalidenpension bei Berufsinvalidität ausbezahlt?

Die Invalidenpension wird ihnen frühestens nach Ablauf der Lohngarantie ausbezahlt.

 

Welche zusätzlichen Leistungen erhalte ich zur Invalidenpension?

Bei einer Berufsinvalidität wird ihnen nebst der Invalidenpension eine IV-Ersatzrente ausgerichtet.

 

Wie hoch ist die IV-Ersatzrente?

Die IV-Ersatzrente beträgt maximal 90 Prozent der vollen AHV-Rente, das heisst monatlich 2115 Franken (Stand 2018). Eine allfällige IV-Rente oder AHV-Altersrente wird frankenmässig angerechnet.

Überentschädigung

Die Kasse kürzt die Hinterlassenen- und Invalidenleistungen in dem Ausmass, um das sie zusammen mit anderen anrechenbaren Einkünften wie Renten der IV und der Suva 90 Prozent des Bruttojahreslohnes übersteigen, den der Betroffene ohne Invalidität hätte erzielen können.


Muss ich der Pensionskasse SBB melden, wenn sich meine Einkünfte ändern?

Sie müssen uns sämtliche Änderungen an ihren Einkünften melden, damit wir die Überentschädigung entsprechend anpassen können.