Nachhaltigkeitspolitik

Die Pensionskasse SBB (PK SBB) unterstützt nachhaltiges Wirtschaften der Unternehmen, in denen sie investiert ist.
Die vom Stiftungsrat verabschiedete Nachhaltigkeitspolitik soll im Interesse der Versicherten dazu beitragen, dass Anlage- und Reputationsrisiken verringert werden. Als Richtschnur dienen in der Schweiz demokratisch legitimierte Grundlagen.

Die PK SBB regelt mit dieser Politik generelle Prinzipien der Nachhaltigkeit, die bei Anlage-Entscheiden zu erfüllen sind.

Information zum Thema Klimawandel und Anlagestrategie

Die Pensionskasse SBB hat sich sehr intensiv, breit und umfassend mit dem Thema nachhaltiger Kapitalanlagen auseinandergesetzt. Die Nachhaltigkeitspolitik hält auch fest, dass die erwartete Rendite des Anlageportfolios durch entsprechende Einschränkungen nicht geschmälert werden darf, da das finanzielle Ziel, gute und nachhaltige Renten zu erwirtschaften, vorrangig ist.

Am 3. Dezember 2015 wurde der Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (www.svvk-asir.ch) unter Mitwirkung der Pensionskasse SBB gegründet. Durch die Bündelung der gemeinsamen Anliegen von grossen institutionellen Investoren in der Schweiz mit Vermögen von über 150 Milliarden Schweizer Franken können ein stärkerer Einfluss geltend gemacht sowie Kostensynergien genutzt werden. Der Verein stützt sich bei seinen Empfehlungen auf Schweizer Gesetze und internationale Konventionen, die von der Schweiz mitgetragen werden. Mit Blick auf den Klimawandel hat die Schweiz noch keine verbindlichen Abkommen unterzeichnet. Im September 2016 hat der Bundesrat das Klimaabkommen in die Vernehmlassung geschickt. Davon abhängig wird der Bundesrat eine Gesetzesvorlage ausarbeiten, welche anschliessend im Parlament diskutiert und allenfalls verabschiedet wird. Bei einer Änderung der bestehenden Gesetze und Verordnungen wird die Situation überprüft. Entsprechend sind vorerst keine konkreten Massnahmen geplant. Der Stiftungsrat verfolgt die Situation und die Anlagestrategie laufend.

Der Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen wird im Auftrag seiner Mitglieder mit ausgewählten Firmen einen kritischen Dialog führen und eine Liste von Firmen erstellen, die gegen die vorne beschriebenen, in der Schweiz demokratisch legitimierte Prinzipien verstossen und denen entsprechend kein Kapital zur Verfügung gestellt werden soll. Die Pensionskasse SBB wird wie die übrigen Mitglieder entsprechende Entscheidungen autonom fällen. Die Vorgaben werden durch den Verein im Lauf des Jahres umgesetzt. Welche Firmen von einem möglichen Ausschluss betroffen sind, ist aktuell erst für den Rüstungssektor bekannt (www.svvk-asir.ch/dienstleistungen/).

2015 und 2016 hat sich die Pensionskasse SBB zusammen mit anderen grossen Schweizer institutionellen Anlegern an Studien des Bundesamts für Umwelt (BAFU) zu Kohlenstoffrisiken für den Finanzplatz Schweiz beteiligt. In diesem Rahmen erhielt sie je einen individuellen «carbon report», der die Risiken in den bestehenden Aktien- und Obligationenportfolios aufzeigt. Da die Pensionskasse SBB mehrheitlich in kostengünstige, indexnahe Produkte investiert, hat sie weitgehend eine dem Index entsprechende Allokation auch in den Bereichen erneuerbaren Energien, Energieeffizienz, nachhaltige Forst- und Abfallwirtschaft sowie Recycling. Im Vordergrund des gesetzlich festgehaltenen Vorsorgeauftrags steht für die Pensionskasse SBB eine risikogerechte Optimierung der Anlageerträge im Interesse sämtlicher Versicherter.