Grundsatz Austritt

Endet das Arbeitsverhältnis bei Ihrem Arbeitgeber sind Sie nicht mehr bei der Pensionskasse SBB versichert und Sie haben Anspruch auf eine Freizügigkeitsleistung. Für die Auszahlung haben Sie folgende Möglichkeiten:

Ich habe einen neuen Arbeitgeber 

Das Freizügigkeitsgesetz (FZG) schreibt in Artikel 3 vor, dass Austrittsleistungen an die Vorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers zu überweisen sind. Wir benötigen dafür folgende Angaben auf dem Formular Erklärung:

  • Name und Adresse des Arbeitgebers sowie die Adresse und Bankverbindung der neuen Pensionskasse.

 

Ich habe kein neues Arbeitsverhältnis 

Falls Sie nicht in eine neue Vorsorgeeinrichtung eintreten, haben Sie uns bekannt zu geben, in welcher Form der Vorsorgeschutz zu erhalten ist (Artikel 4 FZG).

  • Eröffnen Sie ein Freizügigkeitskonto bei einer Schweizer Bank oder eine Freizügigkeitspolice bei einer Versicherung. Bitte ergänzen Sie das Formular Erklärung.

 

Ich wünsche eine Barauszahlung 

Eine Barauszahlung ist in folgenden Fällen möglich:

  • Sie verlassen die Schweiz endgültig.
  • Aufnahme Selbständigkeit im Haupterwerb und der obligatorischen beruflichen Vorsorge nicht mehr unterstellt.
  • Austrittsleistung ist weniger als ein Jahresbeitrag; eingebrachte Austrittsleistungen früherer Vorsorgeeinrichtungen werden berücksichtigt.
  • Wenn Sie verheiratet sind, benötigen wir die Unterschrift des Ehegatten oder der Ehegattin.

Barauszahlung

Welche Unterlagen müssen Sie einreichen?

Aufnahme Selbständigkeit im Haupterwerb

  • Bestätigung der zuständigen Ausgleichskasse, dass eine solche Tätigkeit vorliegt.

Abmeldung ins Ausland:

  • Abmeldebestätigung der bisherigen Wohnsitzgemeinde (frühstens zwei Monate vor Wegzug) Schweizer Bürgerinnen und Bürger benötigen zusätzlich eine Anmeldebestätigung der zuständigen Schweizer Botschaft oder des Schweizer Konsulats (Staatsangehörigkeits- und Immatrikulationsbescheinigung).
  • Nicht Schweizer Bürgerinnen oder Bürger oder Doppelbürgerinnen oder Doppelbürger des Auswanderungslands, die in ein Land auswandern, das nicht der EU oder EFTA angehört, benötigen eine Anmeldebestätigung des Auswanderungslands. Bei einer Auswanderung in ein Land der EU, nach Norwegen oder Island, ist eine Barauszahlung nur mit Einschränkungen möglich.


Hinweis bei Ausreise in ein Mitgliedstaat der EU/EFTA 

Wenn Sie in einen EU oder EFTA Staat auswandern, ist eine Barauszahlung der gesamten Austrittsleistung nur möglich, wenn Sie nachweisen, dass Sie nach den Rechtsvorschriften dieses Staates nicht weiterhin obligatorisch einer Sozialversicherung unterstehen. Dieser Nachweis muss beim Sicherheitsfonds BVG eingefordert werden.

Kann ein solcher Nachweis nicht erbracht werden, kann nur der überobligatorische Teil bar ausbezahlt werden. Der obligatorische Teil (Minimum gemäss BVG) der Austrittsleistung muss auf eine schweizerische Freizügigkeitseinrichtung übertragen werden und bleibt zu Ihren Gunsten in der Schweiz. Frühestens fünf Jahre vor dem ordentlichen AHV-Alter kann dieser Betrag dann bar bezogen werden. 

Weitere Informationen erhalten Sie beim:

Sicherheitfonds BVG, Geschäftsstelle, Postfach 1023, 3000 Bern 14

Telefon:   +41 (0)31 380 79 71
Email:      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
www.sfbvg.ch

Für die Barauszahlung gelten zudem folgende Bestimmungen

Barauszahlung an unverheiratete Mitglieder

Für Austrittsleistungen von mehr als 5000.– Franken (brutto) ist der Zivilstand mit einer Kopie des Personenstandsausweises oder eines andern amtlichen Ausweises nachzuweisen. Den Personenstandsausweis erhalten Sie beim für Ihren Heimatort zuständigen Zivilstandsamt.

 

Barauszahlung an verheiratete Mitglieder

Verheiratete Mitglieder benötigen gemäss Artikel 5.2 FZG die schriftliche Zustimmung des Ehegatten oder der Ehegattin.

Mit der Unterschrift wird bestätigt, dass eine unmissverständliche, vorbehalts- und bedingungslose Zustimmung für eine Barauszahlung erfolgt.

Für die Überprüfung der Unterschrift des Ehegatten oder der Ehegattin benötigen wir eine Kopie eines amtlichen Ausweises (Seite mit Foto und Unterschrift von Pass oder Identitätskarte). Ist die Überprüfung nicht möglich, so wird die Austrittsleistung nicht bar ausbezahlt!

 

Für Austrittsleistungen von mehr als 50 000.– Franken (brutto) ist die Zustimmung in einer der folgenden Formen zu erbringen:

  • schriftliche Zustimmungserklärung mit notariell beglaubigter Unterschrift des Ehegatten oder der Ehegattin.
  • persönliche Unterzeichnung der Zustimmungserklärung durch die Ehegattin oder den Ehegatten bei der Pensionskasse SBB in Bern (es ist ein amtlicher, mit eigenhändiger Unterschrift und Foto versehener Ausweis mitzubringen).
  • weilt die Ehegattin oder der Ehegatte im Ausland: persönliche Unterzeichnung der Zustimmungserklärung durch die Ehegattin oder den Ehegatten auf der zuständigen Schweizer Botschaft bzw. dem zuständigen Schweizer Konsulat (es ist ein amtlicher, mit eigenhändiger Unterschrift und Foto versehener Ausweis mitzubringen).
Eingetragene gleichgeschlechtliche Paare sind den verheirateten Paaren gleichgestellt. Die Reglementsbestimmungen, welche den Ehegatten betreffen, gelten entsprechend auch für den eingetragenen gleichgeschlechtlichen Partner